Zeitungsbericht Jahresversammlung 2015

Nach 25 Jahren Markus Köpf für Wolfgang Stöger als Vorstand

 

Rieden a. F. Rollenwechsel beim Musikverein Rieden am Forggensee: Nach 25 Jahren als Vorstand trat Wolfgang Stöger, sozusagen eine "musikalische Institution", ins zweite Glied zurück und übergab seinen Posten an Markus Köpf (Rieden), seinen bisherigen Stellvertreter. Neuer Zweiter Vorsitzender wurde, wie Köpf mit überwältigender Mehrheit gewählt, Alexander Schmid.

Im Zeitraffer hatte Stöger noch einmal ein Vierteljahrhundert Revue passieren lassen und so manchen markanten Punkt, und das waren nicht wenige, in Erinnerung gebracht. "Das soll keine ‚Selbstbeweihräucherung’ sein, sondern noch mal ein Abriss der Geschehnisse und das Wachsen des Vereins zur heutigen Stärke" so Stöger. In seine "Dienstzeit" fiel die Einweihung des "Haus am Kalkofen", viele Wertungsspiele, die Gründung der Jugendkapelle mit Hopfen, das 150-jährige Jubiläum mit der Verleihung der Pro Musica-Plakette, die mit Organisation diverser Trampolin-Shows und nicht zuletzt das große Sommermusikfestival 2013 – eine Liste die sich beliebig verlängern ließe.

Dirigentin Herta Greif zählte eine lange Reihe von Verpflichtungen der Kapelle auf. So waren 48 Gesamtproben, inklusive etlicher Registerproben und einem Probetag sowie 26 Auftritte zu bewältigen. Aufgrund ihrer Schwangerschaft war es ihr nicht möglich alle Aktivitäten durchführen, konnte aber auf zuverlässige Unterstützung zurückgreifen. Die obligatorischen Standkonzerte und die Mitwirkung bei den Dorffesten sowie bei kirchlichen Anlässen verliefen reibungslos. Höhepunkt des Sommers 2014 war ohne Zweifel der Bierzeltauftritt beim jährlichen Blasmusikkarussell Anfang September mit den fünf Forggensee-Musikkapellen verbunden mit einem Sternmarsch in Roßhaupten. Am Schluss ihres Berichts kündigte sie eine Auszeit bzw. Kinderpause an und bedankte sich schon im Voraus bei Sabrina Vogler aus Durach für die Übernahme der Leitung des Frühjahrskonzertes am 28. März im "Haus am Kalkofen".

Sehr umfangreich war der Jahresbericht von Schriftführerin Anna Schmid, mit Bildern unterstützt durch ihren Mann Alexander. Die "Musikverein-Saison" begann wie jedes Jahr mit dem Neujahrsspielen, einem wichtigen Standbein zur Ausbildung der Jugend. Es folgten Faschingszug und -ball, das Frühjahrskonzert und die musikalische Begleitung der Erstkommunionskinder. Weitere Termine waren die Einweihung des Dorfplatzes in Osterreinen, wie bereits erwähnt neun Standkonzerte, die Teilnahme am Schützen- und Gautrachtenfest jeweils in Trauchgau sowie die traditionelle Fahrt zum Oktoberfest nach München. Am Schluss des Vereinsjahres war ein Kameradschaftsabend im Landhotel "Schwarzenbach" Anfang Dezember. Der Kassenbericht von Lara Senn zeigte, dass der Verein auf finanziell guten Füßen steht. Die Versammlung belohnte ihre, wie es Wolfgang Stöger ausdrückte, „Mammutarbeit“, mit einstimmiger Entlastung.

Gemeinsam mit ihrem Bruder Thomas berichtete Julia Lochbihler über die Aktivitäten der Jugendkapelle, in deren Mittelpunkt ohne Zweifel der musikalische Part für die von Alu Meiershofer inszenierte Trampolinshow "Tarzan" mit drei Aufführungen im "Haus am Kalkofen" stand. Anspruchsvoll war das Programm beim Jugendkonzert an selber Stelle, das Dirigent Arno Hirschka zusammengestellt hatte und das beim Publikum sehr gut ankam. Eine Herausforderung war auch die musikalische Gestaltung des Firmungsgottesdienstes im September in der Riedener Pfarrkirche.

"Musik ist nicht alles in der Welt – aber ohne Musik ist sie nichts" stellte Bürgermeister Max Streif in seinem Dankwort fest. Er bezeichnete den scheidenden Vorsitzenden als eine tragende Säule, der seine Mannschaft immer gut, sachlich und zielorientiert geführt habe. Er zeigte sich zuversichtlich, dass auch die neue Vorstandschaft harmonisch in diesem Sinne die Arbeit fortsetzt und wünschte ihr eine "glückliche Hand" dabei.            

 Text/Fotos: Uwe Claus