Zwei zufriedene Dirigenten Markus Schubert und Herbert Stöger
Anton Stöger li. wird für 15 jähriges aktives musizieren geehrt
Stephan Haf als Solist bei der Polka "Baritongaudi"
v.l. Maritta Meßmer, Jakob Köpf, Andrea Senn, und Leonie Kreutzer bei Ihrem ersten Frühjahrskonzert

 

 

Abwechslungsreiches Frühjahrskonzert  2006

 

 

Vor fast bis auf den letzten Platz besetzten Saal im „Haus am Kalkofen“ präsentierte die Musikkapelle Rieden am Forggensee ihr diesjähriges Frühjahrskonzert. Unter den Gästen konnte Vorstand Wolfgang Stöger neben Bürgermeister Max Streif auch seinen Roßhauptener Amtskollegen Rudolf Zündt und dessen Vorgänger Georg Kaufmann sowie den kürzlich neu gewählten Bezirksvorstand des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, Gottfried Groß aus Trauchgau, begrüßen.

Das  frühlingshafte Bild von Rieden mit der Dorfkirche im Mittelpunkt und dahinter  der noch leicht verschneite Tegelberg und Säuling als Bühnenkulisse – besser hätte das Ambiente für das Frühjahrskonzert nicht sein können. Dazu passte auch der bunte, bereits auf Ostern hinweisende Blumenschmuck, den der Gartenbauverein kreiert hatte. Die „Stöger-Brothers“ mit Dirigent Herbert und Vorstand Wolfgang Stöger hatten zusammen mit dem zweiten Dirigenten Markus Schubert wieder ein schwung- und anspruchsvolles Programm zusammengestellt, bei dem das Publikum voll auf seine Kosten kam. Abgerundet wurde das Ganze mit dem Auftritt der Jugendkapelle unter ihrem Leiter Arno Hirschka. Für die verbindenden Worte war wieder Regina Göttinger verantwortlich, bei der Jugend „erledigte“ das Felicitas Lutz. Der flotten Marsch „Fanfare For A Celebration“ als musikalisches Entree war ein Auftakt nach Maß, dem  „A Klezmer Karnival“ folgte, ein dreiteiliges Musikstück, dessen Ursprung in der jüdischen Religion liegt. Hochzeitstanz, Rundtanz, Hirtentanz – heiter, beschwingt, lebenslustig mit beschleunigendem Tempo und einen furiosen Presto endend wurde den Vortragenden einiges an Können abverlangt, das sie aber schier mühelos meisterten. Der Konzertwalzer „Rosen aus dem Süden“ aus der relativ unbekannten Operette „Das Spitzentuch der Königin“ von Johann Strauß zauberte Wiener Ballhaus-Romantik in den Saal und mit der „Bariton – Gaudi“ hatte der „Nachwuchsmusiker“ Stefan Haf seinen ersten großen Auftritt als Solist. Seine „Gaudi mit dem Bariton“ war ihm deutlich anzumerken und er bewältigte seinen Part „nervenstark“ und präzise. Den Abschluss des ersten Teils bildete ein „ABBA-Revivel“: Unverwechselbar der Sound, arrangiert für Blaskapellen führten die Stücke „Super Trooper“, Chiquitita“, „I do I do I do“ und „Waterloo“ zurück in die 70-er Jahre.

Der kürzlich gewählte neue Bezirksvorstand Gottfried Groß fand bei seinem „Antrittsbesuch“ Worte der Hochachtung für den Auftritt und die Jugendarbeit in der Kapelle. Besonders unter dem Hintergrund, dass sich unter den schwabenweit 36.000 Musikanten fünfzig Prozent Jugendliche befinden, lasse einen optimistisch in die musikalische Zukunft blicken.

Die Jugendkapelle Rieden – Hopfen am See, etwas verstärkt mit jungen „Profis“, eröffnete mit ihrem Dirigenten Armin Hirschka den musikalischen Reigen im zweiten Teil. Auf dem Programm stand der Hit „Only Time“ von der Sängerin Enya nach einer Bearbeitung von Ron Segbregts, der auch das zweite Stück „Leningrad“, das die Geschichte eines Kriegskindes musikalisch erzählt, arrangierte. Dieses Lied stammt aus der Feder von Billy Joel. „It’s My Life“ der Welthit von Jon Bon Jovi bildete den Abschluss und viel Applaus begleitete die junge Musikerschar von der Bühne. Mit „San Francisco“ einer Fantasie-Komposition gedachte die Kapelle des früheren Dirigenten der Harmoniemusik Füssen, Hans Kamp, der dieses Stück geschrieben und arrangiert hatte. Die moderne Ouvertüre „Teamwork“ von Manfred Schneider offenbarte ein harmonisches und vielfarbiges Klangbild mit einem „Finale furioso“ – geschlossen und stark intoniert – eben als „Gemeinschaftswerk“. Die „Blues-Brothers“ standen Pate für eine „Concert-Selection“ mit vier Kompositionen dieser Band, die es besonders wegen eines beeindruckenden Schlagzeug-Solos von Anton Stöger in sich hatten. Der Solist, er studiert derzeit das Fach Schlagzeug in Hannover, bekam für seinen fulminanten und überzeugenden Auftritt verdienten Szenenapplaus. Mit dem bekannten Konzertmarsch „Kometenflug“ von Alexander Pfluger und zwei Zugaben fand der Konzertabend mit der Musikkapelle Rieden am Forggensee ihren krönenden Abschluss und das begeisterte Publikum sparte nicht mit dem verdienten Beifall.

 

Text und Bilder:

Claus Uwe

 

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