
Es besteht bereits ein Grundbuch für den Veteranenverein Rieden aus dem Jahre 1885, welches besagt, dass bereits am 11. November 1866 Riedener Bürger den Veteranenverein für die Gemeinde Rieden, Zwieselberg und Eschach gründeten. Der letzte Zugang für diesen Verein wurde im April 1943 registriert, danach gibt es keine Aufzeichnungen mehr.
Im Jahre 1951 wurde auf mehrseitigen Wunsch ehemaliger Soldaten des ersten und zweiten Weltkrieges eine Versammlung abgehalten um den einstigen Veteranen- und Kriegerverein wieder aus der Taufe zu heben.
Somit wurde am 11.11.1951 der Veteranen- und Kriegerverein neu gegründet.
Der Verein bemüht sich um die Pflege alter Tradition, Kameradschaft und das Andenken der verstorbenen, gefallenen und vermissten Kameraden.
-Reinhold Lindner zum Ehrenvorsitzenden ernannt-
Der Veteranen- und Reservistenverein Rieden am Forggensee hatte in diesem Jahr gleich zweifachen Grund zu feiern: Zum einen beging man den traditionellen Veteranentag und zum anderen jährte sich das Gründungsdatum zum 60. Mal. Mit Böllerschüssen und einem musikalischen Weckruf durch die Musikkapelle wurde am Samstagmorgen die Bevölkerung auf dieses Ereignis aufmerksam gemacht.
Beim Gedenkgottesdienst in der Riedener Pfarrkirche, musikalisch umrahmt von der Musikkapelle, für die Opfer der beiden Weltkriege und dem aktuellen Krieg in Afghanistan, aber auch deren Überlebende, erinnerte Pfarrer Hans-Ulrich Schneider an deren erlebte Schmerzen und Ängste. "Sie haben es verdient, dass wir mit Achtung an sie denken" so der Geistliche. Der richtige und einzige Weg sei es, sich durch Glauben und Vertrauen im Frieden restlos der Schöpfung anzuvertrauen.
Beim Festakt vor dem Kriegerdenkmal erinnerte Vorstand Sascha Stiller an die Sorge aller Kriegsteilnehmer, nicht mehr nachhause zu kommen. Er stellte zugleich die Frage "Wie mag es im Herzen dieser Soldaten ausgesehen haben und wie viele erhoben den Blick nach ‚oben’ und verbanden ihn, oft mit dem vergeblichen, Wunsch wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können"? Im Anschluss daran trafen sich Veteranen und Reservisten im Landhotel Schwarzenbach in Dietringen zum gemeinsamen Mittagessen. So manches "Kriegserlebnis" wurde den jüngeren Mitgliedern noch einmal "vermittelt" und die jüngeren "Veteraner" erzählten ihre "Erfahrungen" bei ihren Diensten in der jüngeren Vergangenheit.
Bei der Jahresversammlung zum Abschluss des Tages hielt Vorsitzender Sascha Stiller, der den Verein nunmehr seit einem Jahr führt, zunächst einen Rückblick auf das 60-jährige Bestehen des Vereins, der am 11. November 1951 gegründet wurde. Hierzu zitierte er aus dem Protokollbuch vom 25. November 1951: "Auf mehrseitigen Wunsch ehemaliger Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurde beschlossen, am 11. November in der Schule eine Versammlung zwecks Gründung eines Veteranen- und Kriegervereins abzuhalten". Erster Vorstand war Pankraz Senn, der den Verein, er zählte damals über 130 Mitglieder, über 40 Jahre führte. 1959 waren mit Werner Lochbihler und Alois Schmölz, die ersten jungen Reservisten in die neu gegründete Bundeswehr, dem Verein beigetreten. 1963 wurde die Vereinsfahne restauriert und in einem feierlichen Zeremoniell in Pinswang geweiht. 1995 löste Reinhold Lindner Pankraz Senn als Vorstand ab, der dieses Amt bis 2010 innehatte. "Die Zukunft wird mit Abschaffung der Wehrpflicht an unserem Verein ganz sicher nicht spurlos vorübergehen. Vermutlich wird es zukünftig an Nachwuchs in unserer Mitte mangeln" malte er ein eher negatives Bild für die kommenden Jahre. Er hoffe, dass dieser Zustand nicht dauerhaft sein wird und sich vielleicht in einigen Jahren wieder ändert. Er dankte den noch zwölf Kriegsveteranen im Verein und sprach die Hoffnung aus, "dass sie noch lange in unserer Mitte sind".
Der Schriftführerbericht von Thomas Mattern erinnerte noch einmal an den Wechsel in der "Vorstandsetage" 2010 und die verschiedenen Verpflichtungen wie bei Beerdigungen, bei der Fronleichnamsprozession, beim Koppen- und beim Erntedankfest sowie nicht zuletzt beim Volkstrauertag. Der interessante Vereinsausflug zum Wasmeier-Museum wurde erwähnt und zu guter letzt der Erfolg beim alljährlichen Eisstockturnier der Riedener Vereine, bei dem der dritte Platz erkämpft wurde.