
Rieden a. F. Normalerweise ist die 13 eine Zahl, die im landläufigen Sinne nichts Gutes verheißt. Für den Trachtenverein „Alpenblick“ aus Rieden avancierte sie aber zur Glückszahl: Von 22 teilnehmenden Vereinen beim Preisplatteln des Oberen Lechgauverbandes in Lechbruck im vergangenen Jahr kamen sie nämlich auf den in der Gesamtwertung auf den dreizehnten Platz und erreichten damit eine Platzierung, die in den vergangenen Jahrzehnten noch nie erreicht wurde.
So wurde dieses Ereignis auch von Vorstand Rupert Helmer im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gasthof “Rößle“ ausgiebig gewürdigt. „Wir haben das vergangene Vereinsjahr wieder gut gemeistert und hatten neben unseren offiziellen Auftritten und Aufgaben auch jede Menge Spaß miteinander“ so sein Resümee. Schriftführerin Annemarie Dolesch ließ noch einmal das ereignisreiche Jahr Revue passieren, in dem das Aufstellen eines neuen Maibaums, die Teilnahme an den Gaufesten in Schwangau und Burggen sowie fünf Dorfeste nur einige Schwerpunkte waren.
Vorplattler Stefan Helmer war, es war sein erstes Jahr auf diesem Posten, natürlich in Anbetracht des Abschneidens beim Preisplatteln sehr zufrieden mit seiner Truppe. „Ich hoffe, es hat allen soviel Spaß gemacht wie mir“ meinte Helmer und lobte den guten Probenbesuch im abgelaufenen Jahr. Positiv äußerte sich auch das Jugendleitertrio Birgit Grieser, Ingrid Mattern und Christian Heimlich zur Arbeit mit ihren 35 Kindern und Jugendlichen, die 14 Plattlerproben absolvierten. Musikwartin Barbara Meißner wartete mit einer positiven Nachricht auf: Nach einer langen „Durststrecke“ konnten wieder zwei Mädchen als Nachwuchs für das Spielen auf dem Hackbrett gewonnen werden. Ein Herzstück des Vereins ist auch die Theatergruppe, die mit dem Stück „Damenbesuch unerwünscht“ in sechs Vorstellungen rund 1200 Besucher in das „Haus am Kalkofen“ lockte, wie Theaterwartin Margret Schweiger berichtete. Man sei bereits wieder dabei, „a nuis Stückle für dös Johr zum Aussuache“ und sei in der „Findungsphase“. Kassier Knut Schweiger legte einen ausgeglichenen Bericht mit einem kleinen Plus vor und bekam, ebenso wie die gesamte Vorstandschaft, die Entlastung durch die Versammlung.
Bürgermeister Max Streif machte den Trachtlerinnen und Trachtlern ein „Riesenkompliment“ für ihren Zusammenhalt und die ständige Motivation, den Verein voranzubringen. „Auch ihr seid die Garanten für ein funktionierendes Zusammenleben in der Gemeinde“ stellte er fest und fügte hinzu „bei euch steht, im Gegensatz zu vielen anderen, die persönliche Freizeitgestaltung nicht immer im Vordergrund“.

Das restaurierte Fahnenband, 1977 gestiftet von 12 Vereinsdirndln, wurde Fähnrich Max Streif (rechts), der dieses Amt seit knapp 40 Jahren ausübt, von Vorstand Rupert Helmer überreicht. Links Magnus Eberle, der als langjähriger Fahnenjunker verabschiedet wurde.
Foto: Uwe Claus

Danke an Uwe Claus, der den Zeitungsbericht wie auch die Bilder zur Verfühgung gestellt hat.