Frühjahrskonzert 2008

 

Vorschusslorbeeren berechtigt

Frühjahrskonzert Musikkapelle Rieden wartet mit drei Dirigenten auf

 

Rieden a.F. (cl). Einen farbenfrohen Frühlingsstrauß bunter Melodien überreichte die Musikkapelle Rieden am Forggensee ihren Gästen im "Haus am Kalkofen" bei ihrem diesjährigen Frühjahrskonzert. Auf dem Programm standen traditionelle, konzertante und moderne Kompositionen, die beim Publikum sehr guten Anklang fanden. Unter den Gästen konnte Vorstand Wolfgang Stöger neben Bürgermeister Max Streif auch Gottfried Groß, den Bezirksleiter des ASM, begrüßen. Eingeführt wurde Herta Stöger, Tochter von Dirigent Herbert Stöger, die vor kurzem ihre Dirigentenprüfung bestanden hatte.

Mit rhythmischem Klatschen wurde die mit 51 Musikerinnen und Musikern zählende Kapelle bei ihrem Einmarsch vom Publikum empfangen und diese "Vorschusslorbeeren" erwiesen sich mehr als berechtigt. Mit dem seltenen Luxus, drei Dirigenten in ihren Reihen zu haben, legte die Musikkapelle, aber auch die Jugendkapelle Rieden/Hopfen ein Programm auf, dass alle in Ansprüchen gerecht werden konnte. Das Konzert stand schon unter dem Blick auf das 150-jährige Jubiläum der Musikkapelle, wozu der Festakt am 30. Mai 2008 stattfinden wird und so war auch als Entree der "Festmarsch Nr. 1“ von Dieter Herbourg aus diesem Anlass ausgewählt worden war. "Junge Liebe" von Karl Pfortner, ein Stück mit flotten Tempowechseln und einem fulminanten Schlussakkord sollte auf sieben jungen Musikantinnen und Musikanten aufmerksam machen, die an diesem Abend erstmals in die Kapelle integriert waren und auch vorgestellt wurden. Der Vereinsausflug im vergangenen Jahr war die Initialzündung zu dem Stück "Der Carneval von Venedig". Dabei zeichnete sich besonders Fabian Schmölz als Solist mit der Posaune aus und als das "Beifalls -Stakkato" nicht enden wollte, gab es noch eine spontane Zugabe aus dem Stück.

"Tirol 1809" des bekannten Komponisten für Blasmusik Sepp Tanzer, gewidmet dem Freiheitskampf der Tiroler gegen die vereinigten napoleonischen, bayerischen und sächsischen Besatzungstruppen, mit den Sätzen "Aufstand - Kampf am Berg Isel - Sieg" offenbarte musikalisch den Kampfeswillen eines unterjochten Volkes. Mit voller Konzentration lagen sich die Bläser im "Wettstreit" mit Pauke und Trommel und man konnte vor dem geistigen Auge das Kampfgetümmel hören. Nach den Ehrungen verabschiedete Moderatorin Regina Göttinger die Zuhörer mit dem "Premiere Marsch" von Otto M. Schwarz in die Pause.

Mit "Neudirigentin" Herta Stöger, die in Vertretung von Arno Hirschka, die Jugendkapelle dirigierte, ging es in den zweiten Teil des Konzertabends. "Pata Pata" und "Siyahamba" aus dem Musical "Der König der Löwen", erinnerte an die erst kürzlich aufgeführte Trampolinshow in Rieden und mit "Classical Canon" überzeugten die 40 jungen Musiker mit ihrem hohen Leistungsstand. Angekündigt wurden sie wie immer von der "Nachwuchsmoderatorin" Felicitas Lutz.

Mit der Filmmusik "Backdraft“ von Hans Zimmer, nach einer Bearbeitung von Masato Myokoin, kehrte die Musikkapelle mit einem modernen Stück auf die Bühne zurück. Unter der Leitung von Markus Schubert, dem dritten Dirigenten, folgte mit "Oregon" (Komp. Jacob de Haan) ein Glanzstück des Abends. Er nahm das Publikum mit auf die Reise durch einen der nordwestlichen und schönsten Staaten der USA. Mit dem musikalischen Streifzug gegen die Kapelle im wahrsten Sinne des Wortes an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, die sie aber meisterlich bestand. Mit dem Schlussmarsch "Auf Adlers Schwingen" und den Zugaben „Antonia-Polka" und dem Marsch "Regiments Kinder" fand der Abend seinen Abschluss und die Kapelle wurde mit donnerndem Applaus verabschiedet.

Text/Bild Uwe Claus

 

Mit seiner Soloeinlage in dem Stück "Carneval von Venedig" zeigte Fabian Schmölz sein können an der Posaune.
Die Dirigenten Herta und Herbert Stöger nach dem gelungenen Konzert
Neudirigentin Herta Stöger wurde vom Bezirksleiter Gottfried Groß in doppelter Hinsicht ausgezeichnet: Sie bestand die Dirigenten Prüfung mit „sehr gut“ und ist seit 10 Jahren in der Kapelle.
Mit sicherer Hand dirigierte Herta Stöger die Kapelle