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Chronik

 
1910 (v.l.)Dionys Köpf, Josef Scholz, Karl Straub, Johann Schmölz, Dionys Hartmann, Josef Hartmann, Benedikt Straub, Albert Straub, Mang Schweiger, Ferdinand Randolf, Alois Steiger.
Goldene Hochzeit von Johann und Antonie Zobel im Mai 1928
20.April 1936 anlässlich der Hochzeit von Johann und Rosa Stöger

1858 bis 1899
Aus dem Familienbeschrieb, Band 10, der Pfarrei Rieden geht hervor, dass der Lehrer Mathäus Lutz in seiner Dienstzeit in Rieden von 1850 bis 1866 eine Bläserkapelle abgerichtet hat, die so gut gespielt haben soll, dass sie überall hin als „vorzügliche Musik“ gerufen wurde. Leider ist nicht bekannt, in welchem Jahr er die Kapelle gegründet hat. Wir haben im Jahr 2007 angenommen, dass Mathäus Lutz die Kapelle nicht in seinem ersten und auch nicht in seinem letzten Jahr in Rieden ins Leben gerufen hat. Deshalb haben wir uns für die Mitte dieses Zeitraumes für das Jahr 1858 entschieden und mit den Vorbereitungen für die 150-Jahr-Feier im Jahr 2008 begonnen.  Bei unseren Nachforschungen haben wir festgestellt, dass es auch vor dieser Zeit von Lehrer Lutz bereits Bläser in Rieden gegeben hat, denn auf dem Notenumschlag der lateinischen Messe von Drexel sind neben den Gesangsstimmen auch Stimmen für Flöten, Hörner und Klarinetten vermerkt. Dieser Notenumschlag trägt das Datum 1850 und den Namen des damaligen Pfarrers Benedictus Thoma. Somit haben wir über das vita cum musica in Rieden die ersten Lichtblicke im Jahr 1850 erhalten. Wie allgemein bekannt, waren die Lehrer der Musica sacra verpflichtet und es war vielerorts der Fall, dass Lehrer neben der Kirchenmusik auch Blasmusik oder Streichmusik ausübten und in diesen Instrumentalgruppen unterrichteten. Lehrer Mathäus Lutz war geboren in Münster bei Mickhausen und wurde im Jahr 1866 nach Kirchheim, Bezirksamt Mindelheim beordert.  Seine Nachfolge trat der Lehrer Johann Nepomuk Leinauer an. Die erfolgreiche Weiterführung der Bläsermusik findet durch die musikalische Umrahmung eines Veteranentreffens im Steinacher’schen Keller 1869 in Maria Hilf seine Bestätigung.  In der Chronik des Riedener Veteranenvereins ist vermerkt, dass die Musik von Rieden unter der Leitung von Herrn Lehrer Leinauer ausgezeichnete Stücke spielte. Außerdem wurde vermerkt, dass so viele Gäste kamen, dass es beinahe an Trinkgeschirren mangelte und 47 Eimer des gut mundenden Bieres zur Labung der durstigen Kehlen verbraucht wurden. Im Jahr 1870 endete die Dienstzeit von Lehrer Leinauer in Rieden.  Von 1870 bis 1882 war August Landthaler Lehrer in Rieden. Aus dieser Zeit haben wir keine Nachweise über die Leitung der Riedener Blasmusik, so dass nur vermutet werden kann, dass August Landthaler die Kapelle weiter dirigiert hat.  Am 30. September 1883 feierte die Freiwillige Feuerwehr Rieden eine Fahnenweihe und aus deren Protokollen und der Genehmigung des königlichen Bezirksamts Füssen entnehmen wir, dass die Blechmusikgesellschaften Rieden und Roßhaupten den musikalischen Teil der Feier bestritten. Dass ab dem Jahr 1884 Benedikt Möst die Blasmusik in Rieden geleitet hat, kann hauptsächlich anhand von Noten belegt werden. Eine große Anzahl von ihm geschriebenen Noten über Salve Regina, Gloria, Agnus Dei, Die Ballkönigin, Ouvertüre von Enzinger etc. sind vorhanden. Dies bestätigt, dass die Musikanten sowohl im kirchlichen Bereich als auch für ihre Mitmenschen zu Unterhaltung und Tanz aufspielten.Wiederum aus den Protokollen der Freiwilligen Feuerwehr konnte entnommen werden, dass am 11.  September 1887 das 10-jährige Bestehen des Freiwilligen Feuerwehrvereins Rieden zusammen mit dem Nachbarverein Roßhaupten bei einem Ausflug nach Dietringen musikalisch von den Blechmusikgesellschaften Rieden und Roßhaupten umrahmt wurde.
Weitere Aspekte liefern die Dienstbücher der Freiwilligen Feuerwehr Rieden mit lückenlosen Aufzeichnungen aller Feuerwehrübungen von 1889 bis 1924 mit dem Heranziehen der Musiker als Signalisten.